Seit fast einem Vierteljahrhundert gibt es den internationalen Interessenverband von Anbietern für Business Software. In den Bereichen Handel und Urheberrecht sollen die Mitgliederinteressen vertreten werden.
Nachdem ein internationaler Interessenverband von Anbietern für Business Software ins Leben gerufen wurde, kämpft diese Vereinigung und ihre Mitglieder in den Bereichen lizenzkonformer Handel mit Business Software und Urheberrecht um Gerechtigkeit. Diese Vereinigung greift Strafverfolgern bei Prozessen gegen die Verbreitung und den Einsatz von nicht lizenzierter Business Software unter die Arme und macht durch kuriose Aktionen gegen unlizenzierte Software in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam.
24 Softwarehersteller sind weltweite Mitglieder dieser Softwareallianz, während es in Deutschland vier Unternehmen sind, die sich diesem Interessenverband angeschlossen haben. Unternehmen, die nicht korrekt lizenzierte Software einsetzen, sollen durch die Allianz identifiziert und in Prozesse verwickelt werden. Darin jedenfalls sieht die Union ihrer Hauptaufgabengebiet. Seit dem Einsatz der Softwareallianz konnten in Deutschland hinsichtlich Ermittlung und Verfolgung von unlizenzierter Software mehr Fälle prozessführend verfolgt werden. Laut einer Presseerklärung der Vereinigung stieg die Gesamtzahl der von Ermittlungsaktivitäten betroffenen Rechner innerhalb eines Jahres von 2.900 auf 11.000 an.
Fraglich ist jedoch, ob diese Verfolgung von Unternehmen, die unlizenzierte Software verwenden, letztendlich auch zu mehr Umsatz für die Hersteller führt, die proprietäre Software verwenden. So gibt es Stimmen, die verlautbaren, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen sehr häufig zu einer höheren Akzeptanz ungefährlicher Open-Source-Alternativen neigen, da sie durch die Kampagnen der Software-Vereinigung verunsichert sind. Doch die Erschaffung eines legalen Milieus, in dem die verschiedenen Lizenzmodelle gemeinsam in einem fairen Wettbewerb koexistieren können, ist eigentlich das Hauptanliegen des Branchenverbandes und nicht das Marketing seiner Mitglieder. Zu diesen Modellen gehören auch Open-Source-Varianten von einigen großen Softwareherstellern, die weltweit tätig sind. Der Verband hat auch Empfehlungen an Mitarbeiter von Unternehmen ausgesprochen, den Arbeitgeber anzuzeigen, falls er Raubkopien verwenden sollte.
07. April 2010